Berufsbildungsseminar e.V.

Aktuelles

21.09.2017 02:00:00

Reisebericht Indien

keine Sekunde habe ich gezögert, als ich die Anfrage vom Berufsbildungsseminar e.V. erhielt, in Indien ein Seminar zu halten!
Das 4-tägige Seminar im Kindergarten der „Deutschen Schule Neu Delhi“ sollte die Themen beinhalten „Offene Arbeit – Wir arbeiten offen und lernen voneinander“ und „Projektarbeit – Die Interessen der Kinder in den Mittelpunkt stellen“. Diese Themen sind mir sehr vertraut, ich biete sie schon seit längerem als Seminarthemen an. Was natürlich völlig neu war: der Einsatzort!
Bevor ich das Seminar in der Kita hielt, verbrachte ich eine Woche Urlaub in Neu Delhi. Dies erwies sich im Nachhinein als optimal, da ich mich so gut an das Klima gewöhnen konnte: es war Monsun-Zeit! Das bedeutet, es war heiß und schwül bei einer tatsächlichen Temperatur von „nur“ 32˚C aber einer gefühlten Temperatur von 45˚C! Das ist für Europäer eine ziemliche Herausforderung. Trotzdem machte ich mich ganz gespannt auf den Weg, die turbulente Hauptstadt Indiens zu erkunden.
Meine Eindrücke waren vielfältig. Am beeindruckendsten waren die zahlreichen neuen Gerüche und der Reichtum an Farben. Am schlimmsten empfand ich das Gefälle zwischen Arm und Reich. Diese Armut betrifft leider auch viele Kinder! Allzu oft habe ich obdachlose Kinder gesehen, die mit ihren Familien unter Brücken leben und betteln müssen. Das staatliche Schulsystem scheint überfordert und ermöglicht es den wenigsten, diese Situationen für sich zum Positiven zu verändern.
Sowohl die gesellschaftlichen Bedingungen, als auch das besondere Klima waren mir eindrückliche Erfahrungen, die eine neue Gestaltung des Seminars notwendig machten. Immerhin ist ein wichtiger Teil der Projektarbeit die Lebenswelt, in der sich die Kinder befinden!
Die Kita verfügt über klimatisierte Räume, denn ihre kleinen und großen Besucher können sich nur zu begrenzten Zeiten des Tages im Außenbereich der „Deutschen Schule Neu Delhi“ aufhalten. Dies ist der Hitze, aber auch den schlechten Luftwerten in der indischen Metropole geschuldet. Ein „offenes Arbeiten“ ist so leider nur bedingt möglich, da der Außenbereich und auch Teile des Innenbereiches (Flur und Treppenhaus) nur eingeschränkt genutzt werden können.
Das Fachwissen der Mitarbeiterinnen der Kita war durch unterschiedliche Ausbildungen ganz verschieden, dennoch verfügten alle Mitarbeiterinnen über recht viel Erfahrung in der Arbeit mit Kindern. Eine weitere Herausforderung war, dass zwei Mitarbeiterinnen kein Deutsch konnten und die Inhalte von der Leiterin der Kita auf Englisch übersetzt werden mussten. Meine eigenen Englisch-Kenntnisse wurden durch den Einsatz auch wieder aufgefrischt ;-)
Am Ende der vier Seminartage war das Team sehr zufrieden mit deren Verlauf, den Inhalten und den neu entstandenen eigenen Ideen. Am letzten Tag wurden bereits Räume umgestellt und Materialien anders sortiert, auch Abläufe wurden neu strukturiert. Für mich als Referent ein sicheres Zeichen, dass das Seminar „gut angekommen“ ist!
Ich selbst bin froh über diese tolle bereichernde Erfahrung und dem Berufsbildungsseminar sehr dankbar für die Chance, als Referent im außereuropäischen Ausland arbeiten zu dürfen. Sollte es erneut zu Anfragen über Einsätze dieser Art kommen: ich bin bereit!



03.05.2017 02:00:00

Gewinner-Kita erhält Bauwagen

nachdem wir alle Einsendungen ausgewertet hatten, mussten wir unter den letzten drei Bewertungen auslosen. Sie waren einfach alle gleich gut. Die Gewinner-Kita erhielt am 02.05.2017 den Bauwagen für Ihren Außenbereich. Ein Großteil des Teams war vor Ort. In unserem Messeoutfit legten wir Hand an und die Kinder bekamen auch noch ein paar Süßigkeiten. Ein gelungener Vormittag! Lesen Sie mehr



21.02.2017 02:00:00

didacta in Stuttgart

vom 14.-18.02.2017 öffnete die weltgrößte Bildungsmesse in Stuttgart wieder ihre Tore. Wir waren mir unserem Stand vor Ort. Einige Impressionen finden Sie hier.  



06.07.2016 02:00:00

Für ‚Die Großen in der Kita‘: einmal Kairo – Ludwigshafen und zurück

Die Auszeichnung für die weiteste Anreise zu einem Seminar des Berufsbildungsseminars e.V. verdient sich im Frühjahr 2016 eine Teilnehmerin aus Kairo, Ägypten. Wir waren natürlich neugierig und wollten die Chance nutzen die weitgereiste Teilnehmerin aus dem Kindergarten der Nefertari Deutsche Internationale Schule kennenzulernen  und etwas Einblick  in die dortige Kindergartenwelt  zu bekommen.

Frau Youssef ist seit sieben Jahren an der Nefertari Schule im Kindergartenbereich tätig.

Nach Ihrem Studium der Architektur mit dem Schwerpunkt Mathematik empfand sie es als großes Glück  an der deutschen Schule in Kairo für die Betreuung der 2 ½ bis 6 jährigen Kinder im dortigen Kindergarten Ihre berufliche Tätigkeit beginnen zu können. Sie sei hineingewachsen in die frühkindliche Betreuungsarbeit und habe so viel Spaß daran gefunden, dass Sie sich heute nichts anderes mehr vorstellen könnte, als dort zu arbeiten.

Allerdings sei Sie – aufgrund Ihrer ander-weitigen  Studienschwerpunkte – ständig auf der Suche nach Fort- und Weiterbildungs-möglichkeiten. Die Angebote in Ägypten sind dafür sehr begrenzt: Es gibt dort eine all-gemeine Ausbildung für Fachlehrkräfte an ägyptischen Universitäten in arabischer Sprache sowie verschiedene Kurse und Weiterbildungen im Bereich frühkindliche Erziehung in englischer Sprache an Internationalen Schulen. Aufgrund der Sprache und auch der Unterschiede im Erziehungssystem qualifizieren diese Angebote jedoch nicht für ihre Tätigkeit an der deutschen Schule. Im Internet forschte Frau Youssef nach Weiterbildungsmöglichkeiten  in Deutschland. Ihre Bildungsreise wurde von der Schule unterstützt, so dass Sie Ihre gewünschten Themen mehrere Tage lang intensiv bearbeiten konnte und viele neue Materialien und Ideen  mit nach Hause nehmen kann.

In Ägypten sind die Kindergärten automatisch an die Schulen gebunden, in die die Kinder im Alter von ca. 6 Jahren wechseln. Der Kindergarten für den Frau Youssef arbeitet folgt dem deutschen System und arbeitet nach dem baden-württembergischen Bildungs- und Erziehungsplan und entsprechenden Schulmaterialien.

 
Insgesamt sei das frühkindliche Betreuungssystem in Ägypten deutlich ‚verschulter‘ ausgerichtet als in den Kindergärten hier zu Lande. Es gibt einen festen Stundenplan bzw. Rhythmus, den die Kinder täglich erfahren und der alle Aktivitäten bestimmt. Da es am Ende der Kindergartenzeit Tests für die Schulaufnahme gibt, wird in dieser Hinsicht verstärkter darauf hingearbeitet.

Im deutschen Kindergarten der Nefertari Deutsche Internationale Schule, in dem Frau Youssef tätig ist, wird nur deutsch gesprochen, so dass es jeden Morgen DaF (Deutsch als Fremdsprache) im Morgenkreis gibt.

Neben den Internationalen Schulen (dt., frz., brit., amerik.) gibt es noch zahlreiche private, kirchliche und natürlich auch nationale Schulen. Die Bildungssysteme und –niveaus seien sehr  unterschiedlich.

Sie stellt fest, dass es vor allem in Bezug auf die frühkindliche Betreuung und Bildung etwas zu tun gibt, denn das mangelhafte ‚Qualifikations- und Anforderungsprofil‘ für die Arbeit in der Kinder-betreuung  stellt diese auf eine sehr geringe Anerkennungs- und Bedeutungsstufe.

Sie selbst ist für ihre berufliche Tätigkeit hochmotiviert. Gerne möchte Sie Ihrem Team  Ihre neuen Erkenntnisse aus den Fortbildungen hier in Deutschland weitergeben und in Ihre Tätigkeit einbauen.

 

Für das Berufsbildungsseminar e.V.
Beate Jeuck
(Dipl.-Pädagogin)

 

22.07.2015 02:00:00

Zertifizierter Bildungsträger ISO 9001:2008

Seit Juni 2015 ist es offiziell. Wir haben uns als Qualitätsbetrieb bewiesen und sind nun zertifizierter Bildungsträger nach ISO 9001:2008 und zugelassener Träger AZAV. Darüber freuen wir uns sehr und sehen unsere Arbeit darin bestätigt.

08.07.2015 02:00:00

„Puddingfarben, Pigmente und Pinselgeschichten“

und was man damit machen kann, das sehen Sie hier auf ein paar Bildern aus unserem Kreativ-Seminar mit Karin Marona.

05.06.2015 02:00:00

Flüchtlingskinder

Eine neue Seite auf dem Kitaserver unterstützt Kitateams im Umgang mit Flüchtlingsfamilien:

Das umfassende Informationsangebot finden Sie hier

 

10.02.2015 01:00:00

Vergessenen Kindern eine Stimme geben…

…die Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien (kurz: COA-Aktionswoche) lenkt in der Woche vom 9. bis 15. Februar 2014 die Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit und Medien auf die mehr als 2,6 Millionen Kinder, die in Deutschland unter einem Suchtproblemen ihrer Eltern leiden. Hier geht’s zu ausführlichen Informationen zu der Aktionswoche.

12.11.2014 01:00:00

Der Film zur Kampagne:

Wir erwarten viel von den Menschen, die sich täglich um unsere Kinder kümmern. Sie sollen zuhören, Probleme lösen, für die Kinder da sein und ihnen einen optimalen Start für ihren Bildungsweg ermöglichen.

ErzieherInnen leisten all das mit großem Engagement.

Dafür bekommen sie im Idealfall viel Zuspruch, aber wenig Geld.

Zum Film

 

13.08.2014 22:42:00

Erfolgreiches Pilotprojekt "Hand in Hand"

Erzieherinnen der Tagesstätte St. Elisabeth lernen mit ihren Kindern
Zum Zeitungsartikel des Pfalz-Echos